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Benutzungsbedingungen / AGB für Jugendherbergen

Allgemeine Reise- und Geschäftsbedingungen 

des DJH-Landesverbandes Berlin-Brandenburg e. V. 

Schulstraße 9 • 14482 Potsdam


I. Benutzungsbedingungen/Allgemeine Geschäftsbedingungen für Jugendherbergen bei Individualreisen


1. Allgemeines
1.1. Jugendherbergen (JH) sind Häuser der Landesverbände des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) oder Häuser anderer Träger, die dem DJH angeschlossen sind.
1.2. Jugendherbergen sind in erster Linie ein Angebot an junge Menschen und Familien.
1.3. Kinder- und Jugendgruppen müssen mindestens von einer für die Aufsicht verantwortlichen Person begleitet werden. 
1.4. Die Benutzungsbedingungen/Allgemeinen Geschäftsbedingungen schließen die Einhaltung der Hausordnung ein.


2. Teilnahmeberechtigung
2.1. Voraussetzung für die Aufnahme in eine JH ist die Mitgliedschaft im DJH oder in einem anderen Verband der International Youth Hostel Federation (IYHF). Sie kann auch vor Ort in den Jugendherbergen erworben werden.
2.2. Die Vorlage der gültigen Mitgliedskarte ist Voraussetzung für die Nutzung der Jugendherbergen.
2.3. Mitgliedschaft von Personen
2.3.1. Die Mitgliedskarte kann von allen Personen mit festem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland bei allen DJH-Mitgliedskartenausgabestellen (auch Jugendherbergen und Geschäftsstellen der DJH-Landesverbände) erworben werden. 
2.3.2. Einzelgäste bis 26 Jahre erhalten die Juniorenkarte. Für Einzelgäste, die älter als 26 Jahre sind, und für Familien gibt es die Mitgliedskarte »Familie/27plus« (FAM/27plus). Eheähnliche Gemeinschaften sind Familien gleichgestellt, wenn sie einen gemeinsamen Wohnsitz haben. Für jedes Familienmitglied kann eine eigene Mit-gliedskarte ausgestellt werden. Ab dem Beitragsjahr 2010 können eigene volljährige Kinder bis einschließlich 26 Jahre in der Familienmitgliedschaft verbleiben auch bei abweichender Anschrift.
2.3.3. Familienmitgliedskarten (FAM/27plus) berechtigen den volljährigen Karteninhaber zur Mitnahme eigener und befreundeter minderjähriger Kinder.
2.3.4. Ausländische Gäste, die nicht Mitglied eines der IYHF angeschlossenen Verbandes sind, können vor Ort die »Internationale Gastkarte« (Welcome Stamps) erwerben.
2.4. Mitgliedschaft von Organisationen
2.4.1. Schulen, Jugendgruppen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Firmen, Körperschaften und andere Organisationen erwerben die körperschaftliche Mitgliedschaft und erhalten dafür Gruppenmitgliedskarten. Für die Aufnahme gelten die satzungsrechtlichen Bestimmungen des DJH-Hauptverbandes und der DJH-Landesver-bände.
2.4.2. Mit der Gruppenmitgliedskarte kann der/die Leiter/in mit einer Gruppe in der Jugendherberge übernachten. Die Gruppenmitgliedskarte ist kein Ersatz für die Einzelmitgliedschaft. Sie ist nicht übertragbar auf andere Institutionen oder Personen.
2.4.3. Eine Gruppe besteht aus mindestens vier Teilnehmer/innen einschließlich der Leitung. Gruppenleiter/innen müssen mindestens das 16. Lebensjahr vollendet haben.
2.4.4. Gruppenmitgliedskarten werden nicht an Reisebüros und andere Unternehmen ausgegeben, die auf gewerblicher Basis die Teilnahme an Reisen vermitteln. Auch bei der Buchung über einen Vermittler ist die eigene Mitgliedschaft der reisenden Gruppe erforderlich.


3. Vertragsabschluss 
3.1. Die Gäste können ihren Aufenthalt persönlich, telefonisch, per Fax, per Post, per E-Mail oder auch online reservieren.
3.2. Die Reservierungsanfrage sollte folgende Angaben enthalten: Name, Anschrift, Daten der Ankunft und Abreise, Anzahl der Personen unter Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatum, Mitgliedsnummer (falls vorhanden), bei Familien Alter der Kinder, Verpflegungswünsche.
3.3. Die Reservierung wird mit der schriftlichen oder mündlichen Zusage bzw. dem Abschluss eines schriftlichen Belegungsvertrages für beide Seiten verbindlich. 
3.4. Mit Familien, Gruppen und bei längeren Aufenthalten wird ein schriftlicher Belegungsvertrag abgeschlossen.
3.5. Unangemeldete Gäste können nur übernachten, wenn die Belegungssituation es zulässt.


4. Bezahlung
Die Zahlung für den Aufenthalt in der Jugendherberge ist spätestens bei der Anreise fällig. Eine Anzahlung kann verlangt werden. Näheres regelt der abgeschlossene Belegungsvertrag.


5. Rücktritt durch den Gast und die JH
5.1. Gäste ohne schriftlichen Belegungsvertrag können ihre Buchung telefonisch absagen. Die Absage muss der Jugendherberge bis zum Vortage der geplanten Anreise, 18 Uhr, zugegangen sein.
5.2. Gäste mit einem schriftlichen Belegungsvertrag müssen schriftlich absagen. Die Absage muss mindestens acht Wochen vor dem geplanten Anreisetag der Jugendherberge zugegangen sein, sofern im Belegungsvertrag nichts anderes vereinbart wurde. Auch eine Berichtigung der Teilnehmerzahl muss mindestens acht Wochen vor dem geplanten Anreisetag schriftlich erfolgen. 
5.3. Bei Anmeldungen innerhalb acht Wochen vor Anreise und danach erfolgten Absagen gelten in jedem Fall die Regelungen, die unter »Ausfallzahlung« im nächsten Kapitel genannt sind.
5.4. Die Jugendherbergen sind berechtigt, gegenüber angemeldeten Gästen wegen Nichtverfügbarkeit der zugesagten bzw. vereinbarten Leistungen bis vier Wochen vor dem Anreisetag von der Zusage der Reservierung bzw. dem schriftlichen Belegungsvertrag zurückzutreten. Sie sind in diesen Fällen verpflichtet, die angemeldeten Gäste unverzüglich von der Nichtverfügbarkeit zu informieren und ihnen bereits erbrachte Anzahlungen zu erstatten. Betroffene Gäste erhalten bei der Suche nach einer Ersatzunterkunft Unterstützung.


6. Ausfallzahlung
6.1. Wenn die Absagefristen nicht eingehalten werden oder zwischen der Zahl der angemeldeten und der angereisten Gäste eine Minderung um mindestens zehn Prozent eintritt oder die Gäste gar nicht erscheinen, wird durch die Jugendherberge je Person und Tag eine Entschädigung von fünfzig Prozent aller vereinbarten Leistungen gefordert, es sei denn, der Gast weist nach, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.
6.2. Sollten die der Jugendherberge durch den Rücktritt entstandenen Kosten nachweisbar höher sein als dieser Pauschalbetrag, so wird vom Gast dieser Betrag geschuldet.
6.3. Auf die Entschädigung wird verzichtet, wenn die vereinbarten Leistungen von anderen Gästen in Anspruch genommen werden.


7. Preise
Grundlage der Preise ist die aktuelle Preisliste des jeweiligen Landesverbandes bzw. der Jugendherberge zum Zeitpunkt des Eingangs der Reservierungsanfrage, wenn nicht andere Preise im Belegungsvertrag vereinbart sind. Preislisten sind bei den DJH-Landesverbänden und in den Jugendherbergen erhältlich. 


8. Haftung
8.1. Gäste, die aus eigenem Verschulden Schäden an Gebäuden und Inventar verursachen, werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zum Ersatz herangezogen (Erziehungsberechtigte und Veranstalter eingeschlossen).
8.2. Eine Haftung für Verlust, Diebstahl oder Beschädigung von Wertgegenständen kann nur übernommen werden, wenn diese der Herbergsleitung oder ihrer Vertretung ausdrücklich zur Verwahrung gegeben wurden, es sei denn, das DJH, seine Organe oder Erfüllungsgehilfen haben den Verlust oder die Beschädigung vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht. Auch hier gelten die gesetzlichen Bestimmungen. 
8.3. Für Schäden an Kraftfahrzeugen (einschließlich Inhalt) und Fahrrädern, die sich auf dem Gelände der JH befinden, wird nicht gehaftet, sofern der Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig durch das DJH oder seine Organe oder Erfüllungsgehilfen verursacht worden ist.
 
II. Allgemeine Reisebedingungen für Pauschalreisen
Für Pauschalangebote des DJH-Landesverbandes Berlin-Brandenburg e. V. werden die folgenden Reisebedingungen, sofern wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem Kunden und dem Veranstalter zustande kommenden Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651 a – m BGB und die Infor-mationsvorschriften für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 – 11 BGB-InfoV und füllen diese aus. 


1. Allgemeines
Veranstalter der angebotenen Programme in sämtlichen Medien ist der DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., sofern die in der Programmbeschreibung benannte Jugendherberge zum DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. gehört. Jugendherbergen sind Häuser der Landesverbände des Deutschen Jugend-herbergswerkes (DJH) oder Häuser anderer Träger, die dem DJH angeschlossen sind. Die jeweilige Jugendherberge tritt in ihrer Eigenschaft als von dem DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. bevollmächtigte Vertreterin auf; sie schließt im Namen des DJH-Landesverbandes Berlin-Brandenburg e. V. die Verträge mit dem Kunden ab. Sämtlicher Schriftverkehr mit dem Kunden wird für den DJH-Landesverband Berlin-
Brandenburg e. V. als Veranstalter von der in der Programmbeschreibung benannten Jugendherberge geführt und ist an diese zu richten. Der Kunde ist auch berechtigt, seine Erklärungen und Rechte unmittelbar gegenüber dem DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. als Veranstalter geltend zu machen. Die allgemeinen Reisebe-dingungen schließen die Einhaltung der Hausordnung ein.


2. Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) oder eines anderen, der International Youth Hostel Federation (IYHF) angeschlossenen Verbandes, wobei nicht jeder einzelne Teilnehmer die Mitgliedschaft besitzen muss, sondern die anmeldende Schule oder Gruppe bzw. Körperschaft die Mitgliedschaft nachweisen muss. Diese Mitgliedschaft muss spätestens zum Veranstaltungsbeginn erworben worden sein und ist dem Veranstalter, vertreten durch die jeweilige Jugendherberge, nachzuweisen. 


3. Altersbeschränkungen
Altersbeschränkungen, sofern sie für einzelne Veranstaltungen bestehen, ergeben sich aus den Pro-grammbeschreibungen. 


4. Vertragsabschluss
4.1. Alle veröffentlichten Angebote sind freibleibend und stellen eine Aufforderung zur Abgabe von Angeboten dar. Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Programmausschreibung und die ergänzenden Informationen des Veranstalters für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden vorliegen. 
4.2. Die Buchung kann mündlich, schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erfolgen. Bei elektronischen Buchungen bestätigt der Reiseveranstalter den Eingang unverzüglich auf elektronischem Weg. 
4.3. Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters zustande. Sie bedarf kei-ner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln. Hierzu ist er nicht verpflichtet, wenn die Buchung durch den Kunden weniger als 7 Werktage vor dem Reisebeginn erfolgt. 
4.4. Weicht der Inhalt der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung erklärt. 
4.5. Der Anmeldende vertritt bei Vornahme der Buchung sowie bei der gesamten weiteren Abwicklung des Reisevertrages sämtliche Mitglieder der Reisegruppe.


5. Bezahlung
5.1. Der Reiseveranstalter darf Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder anneh-men, wenn dem Kunden der Sicherungsschein (§ 651 K Abs. 3 BGB) übergeben wurde. Mit Zugang der Reisebe-stätigung nebst Rechnung und Übergabe eines den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechenden Sicherungsscheines an den Kunden wird eine Anzahlung von 10 % des Gesamtreisepreises zur Zahlung fällig. Die Restzahlung ist spätestens vier Wochen vor Reisebeginn zu leisten. Eine gesonderte Empfangsbestätigung der Zahlungen durch den Veranstalter erfolgt nicht. 
5.2. Bei Anmeldungen, welche dem Reiseveranstalter erst vier Wochen vor Reisebeginn oder noch später zugehen, hat der Kunde den Reisepreis bei Aushändigung der Reisebestätigung sowie des Sicherungsscheines unverzüglich nach Aufforderung zu zahlen. 
5.3. Geht die Zahlung des Kunden nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten ein und wird diese auch auf Übersendung einer Mahnung mit Fristsetzung nicht veranlasst, ist der Veranstalter berechtigt, den Reisevertrag zu kündigen und die in Ziff. 9.1. aufgeführten Stornokosten zu verlangen. 


6. Leistungen 
Der Umfang der Reiseleistungen bestimmt sich nach dem Inhalt der Reisebestätigung und der in Bezug genommenen Programmbeschreibungen. 


7. An- und Abreise
Sofern nicht anders angegeben, ist die An- und Abreise von dem Kunden selbsttätig und auf eigene Kosten zu organisieren. 


8. Leistungs- und Preisänderungen
8.1. Nachträgliche Änderungen oder Abweichungen der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen, die nach Ver-tragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen. Der Reiseveranstalter wird den Kunden unverzüglich nach Kenntnis der Änderung oder Abweichung von der Reiseleistung informieren. 
8.2. Der Veranstalter ist berechtigt, den im Reisevertrag vereinbarten Reisepreis zu erhöhen, soweit wesentliche Änderungen der Preisgrundlage durch Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse eintreten, sofern zwischen Abschluss des Reisevertrages und dem Reiseantritt mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für den Veranstalter noch nicht vorhersehbar waren. Preiserhöhungen ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Die Änderung des Reisepreises wird in dem Umfang vorgenommen, wie sich die Erhöhung der Kosten auf den jeweiligen Kunden auswirkt – d. h. bei Erhöhung der Beförderungskosten um den Gesamterhöhungsbetrag des Beförderungsmittels geteilt durch die Sitzplätze (den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann der Veranstalter vom Kunden verlangen) bei Erhöhung von Abgaben und Änderungen von Wechselkursen um den entsprechenden, anteiligen Betrag bezogen auf den Kunden – und wird diesem vom Veranstalter unverzüglich sowie spätestens bis zum Ablauf der vorstehenden 4-Monats-Frist mitgeteilt. 
8.3. Bei einer Erhöhung um mehr als fünf Prozent des Reisepreises oder einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Er kann stattdessen, ebenso wie bei einer Absage durch den Veranstalter, die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung durch den Veranstalter diesem gegenüber geltend zu machen. 


9. Rücktritt und Umbuchung durch den Kunden/Stornokosten, Teilnehmerwechsel
9.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. Der Veranstalter empfiehlt zur Vermeidung von Missverständnissen, den Rücktritt schriftlich und unter Angabe der Reservierungsnummer zu erklären. Maßgebend für den Rücktrittszeitpunkt ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter. Die Nichtzahlung fälliger Beiträge ersetzt keine Rücktrittserklärung. Tritt der Kunde von der Reise zurück oder wird die Reise nicht angetreten, so ist der Veranstalter berechtigt, von dem Kunden einen angemessenen Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen zu verlangen. Der Ersatzanspruch des Veranstalters richtet sich nach dem Reisepreis und ist unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und des durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen gewöhnlich möglichen Erwerbs abhängig vom Rücktrittszeitpunkt wie folgt pauschaliert:

• bis 30 Tage vor Reisebeginn: 10 %
• ab 29. bis 22. Tag vor Reisebeginn: 20 %
• ab 21. bis 15. Tag vor Reisebeginn: 30 %
• ab 14. bis 07. Tag vor Reisebeginn: 50 %
• ab 06. bis 02. Tag vor Reisebeginn: 65 %
• danach 80 % jeweils bezogen auf den Reisepreis.

 
9.2. Dem Kunden bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass dem Veranstalter aufgrund des Rücktritts keine oder wesentlich geringere Kosten entstanden sind, als in den vorstehenden Pauschalen ausgewiesen. 
9.3. Wünscht der Kunde eine Umbuchung der Reise im Hinblick auf den Reisetermin oder das Reiseziel, so kann er gegenüber dem Veranstalter nach den Bestimmungen der Ziffer 9.1. vom ursprünglichen Reisevertrag zurück-treten und durch Mitteilung seines verbindlichen Änderungswunsches stattdessen einen neuen Reisevertrag schließen.
9.4. Bis zum Reisebeginn kann jeder angemeldete Kunde verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten des Reisevertrages eintritt. Die Geltendmachung eventuell hierdurch entstehender Mehrkosten bleibt dem Veranstalter vorbehalten. Sowohl für diese Kosten als auch den vereinbarten Reisepreis haften der Dritte und der Kunde gesamtschuldnerisch. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten in den Reisevertrag wi-dersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.


10. Rücktritt durch den Veranstalter, Vertragsaufhebung
Der Veranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:
a) ohne Einhaltung einer Frist, wenn der Kunde die Durchführung der Reise ungeachtet der Abmahnung des Veranstalters, die an ihn und zugleich an den in der Reiseanmeldung benannten Gruppenverantwortlichen sowie bei Reiseteilnehmern vor Vollendung deren 7. Lebensjahres an deren gesetzliche Vertreter als Reisever-tragspartner zu richten ist, nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Veranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge;
b) bis vier Wochen vor Reiseantritt bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen oder behördlich festgelegten Min-destteilnehmerzahl, wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine Mindestteil-nehmerzahl hingewiesen wurde, welche den einzelnen Reisebeschreibungen zu entnehmen ist. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Reisevertragspartner zu Händen der Anmeldenden unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführbarkeit der Reise nebst Übersendung der Rücktrittserklärung hiervon in Kenntnis zu setzen. Dem Reisevertragspartner wird unverzüglich vom Veranstalter sein Reisepreis zu Händen der Anmeldenden, bzw. im Falle einer direkten anteiligen Zahlung an ihn selbst, erstattet. Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt für den Veranstalter ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, wird dieser den Reisevertragspartner zu Händen des Anmeldenden davon unterrichten;
c) bis vier Wochen vor Reiseantritt, wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für den Veranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil das Buchungsaufkommen für diese Reise so gering ist, dass die dem Veranstalter im Falle der Durchführung der Reise entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würde, es sei denn, der Veranstalter hatte die dazu führenden Gründe zu vertreten. Wird die Reise aus diesem Grund abgesagt, wird dem Reisevertragspartner unverzüglich sein Reisepreis zu Händen der Anmeldenden, bzw. im Falle einer direkten anteiligen Zahlung an ihn selbst, sowie seine nachgewiesenen und angemessenen Aufwendungen für die Buchung der Reise unverzüglich vom Veranstalter erstattet.


11. Gewährleistung, Minderung, Mitwirkungspflicht 
11.1. Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Kunde Abhilfe verlangen. Der Veranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Kunde ist unbeschadet der vorrangigen Leistungspflicht des Veranstalters im Rahmen seiner Mitwirkung verpflichtet, alles ihm Zumutbare zu tun, um einer Behebung des Mangels beizutragen und eventuell entstehenden Schaden möglichst gering zu halten oder ganz zu vermeiden. Er ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich anzuzeigen. Diese sind an den Leiter der in der Programmbeschreibung benannten Jugendherberge als örtlichem Vertreter des Veranstalters zu richten. Unterlässt der Kunde die Rüge des Mangels schuldhaft, ist er mit Minderungs- und vertraglichen Schadenersatzansprüchen deswegen ausgeschlossen. 
11.2. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Kunde eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen (Minderung). Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Kunde schuldhaft unterlassen hat, den Mangel anzuzeigen. 
11.3. Leistet der Veranstalter nicht innerhalb einer vom Kunden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Kunde selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe von dem Veranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Abhilfe durch ein besonderes Interesse des Kunden geboten wird. 
11.4. Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Veranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, obwohl der Kunde diese verlangt hat, so kann er im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag kündigen. Der Veranstalter verliert hierdurch den Anspruch auf den Reisepreis. Der Reisevertragspartner schuldet dem Veranstalter jedoch Entschädigung der für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen, welche nach § 638 Abs. 3 BGB zu bemessen ist. Dies gilt nicht, soweit diese Leistungen infolge der Aufhebung des Vertrags für den Kunden kein Interesse haben. 


12. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung 
12.1. Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise kann der Kunde innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend machen. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war. In seinem eigenen Interesse sollte der Kunde die Ansprüche schriftlich geltend machen. 
12.2. Die Ansprüche des Kunden nach den §§ 651 c BGB bis 651 f BGB verjähren in einem Jahr. Von der Ver-jährungsverkürzung nicht betroffen sind Schäden durch die Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder Fälle eines groben Verschuldens des Veranstalters oder seiner Erfüllungsgehilfen. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Schweben zwischen dem Kunden und dem Veranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt bis der Kunde oder der Veranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.


13. Haftungsbeschränkung
Die Haftung des Veranstalters für Schäden des Kunden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Einzelpreis des betroffenen Teilnehmers beschränkt, soweit der Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde oder soweit der Veranstalter für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.


14. Reiserücktrittsversicherung
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in dem Reisepreis keine Reiserücktrittskostenversicherung ent-halten ist. Es wird empfohlen, eine derartige Versicherung abzuschließen sowie das Risiko der Rückfüh-rungskosten bei Unfall oder Krankheit durch entsprechende Versicherungen abzudecken. 


15. Schlussbestimmung
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages bzw. der vorstehenden Allgemeinen Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. 




III. Hausordnung für Jugendherbergen
Das Deutsche Jugendherbergswerk wünscht allen Gästen einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt in seinen Jugendherbergen! Unsere Gäste finden nicht nur eine Fülle von Begegnungsmöglichkeiten, sondern treffen auch auf Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Kulturen. Diese haben oftmals individuelle Ge-wohnheiten, Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Die Jugendherbergen haben Hausregeln, die helfen sollen, die unterschiedlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen und einen spannungsarmen Aufenthalt zu ermöglichen. Die folgenden Grundregeln sollen daher von allen Gästen beachtet werden. Gruppenleiter und Lehrer sind verantwortlich für ihre Gruppen.


Ankunft
Wenn Sie angemeldet sind, können Sie Ihre Ankunftszeit mit der Herbergsleitung vereinbaren. Zugesagte Plätze werden bis 18 Uhr freigehalten, danach können sie an andere Gäste vergeben werden.
Wenn Sie nicht angemeldet sind, können Sie telefonisch oder direkt in der Jugendherberge erfahren, ob es freie Plätze gibt.
Wer in einer Jugendherberge übernachten oder andere Angebote in Anspruch nehmen möchte, muss Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerkes oder eines anderen nationalen Jugendherbergsverbandes sein. Reisende mit deutscher Anschrift ohne Mitgliedskarte können auch in der Jugendherberge Mitglied werden, ausländische Gäste ohne Mitgliedskarte müssen eine »Internationale Gastkarte« erwerben.


Aufenthalt
Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern und in der Regel nach Geschlecht getrennt. Familien können nach Anmeldung in einem Zimmer gemeinsam untergebracht werden, sofern es verfügbar ist.
Wir bitten Sie während Ihres Aufenthaltes um Mithilfe. Dazu gehört z. B., dass Sie die von Ihnen genutzten Einrichtungen, Räume und Gegenstände in Ordnung halten und beim Tischdienst helfen.
Die Jugendherbergen haben sich dem Umwelt- und Naturschutz verpflichtet. Darum bitten wir Sie, Abfall getrennt zu sammeln oder ganz zu vermeiden und mit Energie und Wasser sparsam umzugehen.
In Schlafräumen dürfen Speisen weder zubereitet noch gegessen werden. Aus brandschutztechnischen, versicherungs- und gesundheitsrechtlichen Gründen ist die Benutzung von elektrischen Geräten für die Zubereitung von Speisen und heißen Getränken nicht gestattet. Rauchen ist in der Jugendherberge nicht gestattet. Der Konsum von mitgebrachten alkoholischen Getränken ist in der Jugendherberge und auf ihrem Gelände nicht erlaubt. Alkoholisierte Gäste können des Hauses verwiesen werden. Tiere dürfen grundsätzlich nicht mitgebracht werden. Insbesondere Blinden- und Servicehunde können in Absprache mit der Herbergsleitung in der Jugendherberge bleiben. Jugendherbergen sind in der Regel bis 22 Uhr geöffnet. Die Nachtruhe beginnt um 22 Uhr und endet um 7 Uhr. Um die Nachtruhe für andere Gäste zu ermöglichen, werden alle Gäste um Rücksicht gebeten. Bitte nehmen Sie bei Ihrem Aufenthalt Rücksicht auf andere Gäste, besonders wenn Sie elektronische Geräte benutzen.

Abreise
Die Schlafräume müssen bis 10 Uhr geräumt sein.
Nach Absprache mit der Herbergsleitung sind Ausnahmen möglich.

Hausrecht
Die Herbergsleitung oder ein von ihr Beauftragter übt das Hausrecht im Auftrage des Trägers der Jugendherber-ge aus.
Diese können bei Nichtbeachtung der Grundregeln ein Hausverbot aussprechen. Das Hausverbot wird mündlich begründet.




Stand: Mai 2012


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Fax 030 264 952 10 

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Freitag von 8.00-15.00 Uhr

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